Anhebung der Förderabgabe belastet Investitionen in der deutschen Erdgasproduktion
Hannover, den 12. Dezember 2006 – „Die erneute Anhebung der Förderabgaben belastet die deutschen Erdgasproduzenten zusätzlich“, sagte Gernot Kalkoffen, Vorstandsvorsitzender des WEG Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung zur Entscheidung der Niedersächsischen Landesregierung, die Förderabgabesätze für Erdgas von 32 auf 35 Prozent anzuheben.
Das Förderabgabeaufkommen sei bereits 2006 um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Damit profitiere in erster Linie der Staat von der Erdgaspreisentwicklung in 2006. Die erneute Anhebung passe weder zur aktuellen bzw. erwarteten Entwicklung der Produzentenpreise noch zu einer Politik der Stärkung der deutschen und europäischen Energieversorgung. Damit würden die Investitionen in Niedersachsen unmittelbar beeinträchtigt, was auch letztlich zu weniger Einnahmen des Staates führe, erklärte der WEG-Vorsitzende und erinnerte daran, dass gerade die Erdgasproduzenten in den letzten Jahren ihre Investitionen deutlich gesteigert hätten. Dies habe 2006 auch zu einem Anstieg der Arbeitsplätze in der Erdöl- und Erdgasgewinnung um 10 Prozent geführt.
Positiv sieht Kalkoffen die Entscheidung der Landesregierung, die Abgabe auf Erdöl unverändert zu lassen sowie ältere Erdgasfelder bei der Förderabgabe zu entlasten. Dies sei ein richtiges Signal, damit ältere Bohrungen mit geringer Produktion weiter betrieben werden können. Hierbei bedürfe es einer langfristig angelegten Politik. Die Befristung auf ein Jahr werde deshalb als politischer Einstieg in eine dauerhafte Regelung angesehen.