Deutsche Erdöl- und Erdgasförderung im ersten Halbjahr 2008
Heimische Energieproduktion als Beitrag zur sicheren Versorgung
Hannover, den 30. Juli 2008 – Als Folge des natürlichen Produktionsverlaufs der Erdöl- und Erdgaslagerstätten war die Erdöl- und Erdgasförderung in Deutschland im ersten Halbjahr 2008 erneut rückläufig. In den ersten sechs Monaten wurden in Deutschland 7,9 Milliarden Kubikmeter Erdgas und 1,5 Millionen Tonnen Erdöl produziert. Damit sind sowohl die Erdgas- als auch die Erdölförderung um rund 10 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum gesunken. Nach Angaben des WEG zeigt die Produktionsentwicklung, dass es in Deutschland immer schwieriger wird, neue Erdöl- und Erdgaslagerstätten zu erschließen. Dabei haben die Unternehmen der Branche ihre Anstrengungen in den letzten Jahren beständig erhöht. So lagen die Investitionen der Branche 2007 im Bereich der Suche nach neuen Lagerstätten mehr als doppelt so hoch wie im Jahr zuvor. In diesem Jahr haben die deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten sich schwerpunktmäßig in der Ausweitung von Produktionskapazitäten engagiert. Die Bohrmeterleitung für Produktionsbohrungen ist im ersten Halbjahr um 7 Prozent gestiegen.
Die deutsche Erdöl- und Erdgasgewinnungsindustrie sieht weiterhin gute Chancen, auch zukünftig einen bedeutenden Beitrag zu einer sicheren Energieversorgung mit Erdöl und Erdgas aus heimischer Produktion leisten zu können. Dies erfordert aber hohe Anstrengungen in der Entwicklung neuer, fortschrittlicher Technologien und ein entsprechendes wirtschaftliches Umfeld. Zur Technologieentwicklung hat die Branche einen Forschungsfonds für Grundlagenforschung gebildet. Die Ausschreibungen für die erste dreijährige Forschungsphase sind inzwischen erfolgt. Die deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten erhoffen sich mit der Grundlagenforschung neue Technologien, mit denen auch unter den geologischen Bedingungen in Deutschland neue Lagerstätten wirtschaftlich erschlossen werden können. Es ist geplant, in den kommenden 10 Jahren hierfür bis zu 8 Millionen Euro auszugeben.
Weitere Informationen zum Grundlagen-Forschungsfonds:
Statistischer Monatsbericht: