Deutsche Erdgasproduzenten installieren seismisches Messsystem
Ab Ende Juni Installation von 5 Messstationen – Inbetriebnahme im Herbst
Hannover, den 18. Juni 2007 – Im Bereich der Erdgaslagerstätten östlich von Bremen installiert die heimische Erdgasproduktionsindustrie (E&P-Industrie) ein gemeinsames Überwachungssystem zur Erfassung von Erschütterungen in tiefen Gesteinsschichten. Nach den nunmehr vorliegenden Genehmigungen durch die Aufsichtsbehörde beginnt die Installation Ende dieses Monats. Das System soll im Herbst in Betrieb gehen. Installiert wird ein Netzwerk aus insgesamt 5 Messstationen, die ein Gebiet von über 40.000 km2 in den Regionen Rotenburg, Soltau, Walsrode und Munster flächendeckend überwachen.
Mit diesem System wird erstmalig eine verlässliche Datengrundlage zur Bestimmung der Ursachen von Erschütterungen in dieser Region geschaffen. Ausgelöst durch ein Erdbeben im Jahr 2004 im Raum Rotenburg/Soltau ist es zu einer Diskussion unter Wissenschaftlern gekommen, ob das Ereignis in einem Zusammenhang mit der Erdgasförderung stehen könnte. Auch wenn hierfür keine eindeutigen Nachweise vorliegen und auch keine Schäden entstanden sind, unterstützen die deutschen Erdgasproduzenten die Ursachenanalyse und haben den Wissenschaftlern Daten und zusätzliche Informationen zur Verfügung gestellt. Mit der Installation des Überwachungssystems kommt die E&P-Industrie ihrer Verantwortung nach, dafür Sorge zu tragen, dass von ihren Aktivitäten keine Gefährdung für das Umfeld ausgeht.