Erdöl- und Erdgasproduzenten steigern Investitionen in Deutschland um 43 Prozent
Hannover, den 25. August 2008 – Die Investitionen in die deutsche Erdöl- und Erdgasförderung werden im Jahr 2008 deutlich steigen. Nach einer Umfrage des WEG Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung unter seinen Mitgliedern sind für dieses Jahr im Inland Projekte für insgesamt 555 Millionen Euro veranschlagt. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg von gut 43 Prozent. Josef Schmid, Hauptgeschäftsführer des WEG, sieht darin ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland.
„Die inländischen Erdöl- und Erdgasproduzenten hatten bereits im Mai dieses Jahres Projekte in Höhe von 250 Millionen Euro durchgeführt oder begonnen. Eine so kräftige Investitionstätigkeit spiegelt klar die Überzeugung der Unternehmen wider, dass sie auch weiterhin in Deutschland erfolgreich einen Beitrag zur Energieversorgung leisten können," folgerte Schmid. „Es sind große Anstrengungen notwendig, den in den letzten Jahren beobachteten Rückgang der heimischen Erdöl- und Erdgasproduktion aufhalten zu können.“
Deutschland gilt in der Branche als gut erforschtes Produktionsgebiet mit Erdöl- und Erdgasfeldern, die seit vielen Jahren in Betrieb sind. Dadurch erweist sich die Erschließung neuer Lagerstätten zunehmend als technologisch schwierig und kostenaufwändig.
Die Investitionen der deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten erfolgen in erster Linie in den norddeutschen Bundesländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein, aber auch in Bayern und Rheinland-Pfalz.
2007 wurden aus heimischen Quellen 3,4 Millionen Tonnen Erdöl und 17 Milliarden Kubikmeter Erdgas produziert. Weltweit haben die WEG-Mitglieder im vergangenen Jahr 14 Millionen Tonnen Erdöl und 26 Milliarden Kubikmeter Erdgas gefördert.