Gasstreit:
Dank deutscher und westeuropäischer Quellen sowie gut gefüllter Speicher keine Versorgungsprobleme – Inländische Erdgasproduktion und Speicher decken rund 40 Prozent des Jahresbedarfs
Hannover, den 9. Januar 2009 – „Die deutsche Erdgasproduktion steht in diesen Tagen zur Versorgung der Verbraucher uneingeschränkt zu Verfügung“; sagte Dr. Gernot Kalkoffen, Vorsitzender des WEG Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung. Dies ist das Ergebnis kontinuierlicher Investitionen in Feldesentwicklung und sicheren Betrieb der Anlagen. Mit einem Anteil von fast einem Fünftel an der Versorgung des deutschen Marktes erweise sich die heimische Produktion als verlässlicher Eckpfeiler für die Versorgungssicherheit. Gemeinsam mit den gut gefüllten Erdgasspeichern, die zum überwiegenden Teil in ausgeförderten Lagerstätten errichtet sind, sei auf diese Weise bereits ein Anteil von 40 Prozent des deutschen Gasverbrauchs sicher abgedeckt. Zusätzlich verfüge Deutschland über eine stark diversifizierte Bezugsstruktur. Neben dem hohen Anteil aus heimischer Produktion bezieht Deutschland Erdgas aus Norwegen, Dänemark und den Niederlanden. Die Importe aus Russland tragen zur deutschen Versorgung zu einem guten Drittel bei, wobei nur ein Teil dieser Importe über den Transit durch die Ukraine erfolgt.
Kalkoffen betonte, dass die deutsche Erdgasversorgung über ein wirksames Sicherheitssystem verfügt und resümierte: „Dank deutscher und westeuropäischer Erdgasquellen sowie gut gefüllter Erdgasspeicher brauchen sich die Verbraucher in Deutschland trotz des Gasstreits zwischen Russland und der Ukraine in diesem Winter keine Sorgen zu machen.“
Für die Zukunft der deutschen Gasproduktion ist Kalkoffen optimistisch. Es gebe noch genügend Lagerstätten in Deutschland, die erschlossen werden könnten. Dies setze aber hohe Anstrengungen in finanzieller und technologischer Hinsicht voraus. Die deutschen Erdgasproduzenten hätten in der letzten Zeit ihre Aktivitäten deutlich erhöht und auch zahlreiche neue Arbeitsplätze geschaffen. „Die Fortsetzung der Investitions- und Innovationsinitiative braucht aber auch politische Unterstützung“, so Kalkoffen, „damit noch viele Jahre Gas in Deutschland produziert werden kann.“