Mit Investitionen die Zukunft sichern
20 Prozent des deutschen Gasverbrauchs aus heimischer Produktion gedeckt – Investitionen der E&P-Industrie in Deutschland umein Drittel gesteigert – Jahrespressekonferenz des WEG
Hamburg, den 23. Februar 2006 - „Investitionen sind der beste Beitrag zur Versorgungssicherheit", sagte Gernot Kalkoffen, Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes Erdöl- und Erdgasgewinnung (WEG) auf der Jahrespressekonferenz des WEG in Hamburg. Die deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten hätten ihre Investitionen um über ein Drittel deutlich erhöht. Dies habe auch zu einem Beschäftigungsanstieg geführt. „Erstmals seit Jahren sind in unserer Industrie im Inland wieder mehr als 6000 Mitarbeiter direkt beschäftigt", erläuterte der WEG-Vorsitzende. Diese positive Tendenz werde sich 2006 fortsetzen.
Trotz steigender Investitionen werde es immer schwieriger, das Produktionsniveau in Deutschland aufrecht zu erhalten. So sei die heimische Erdgasförderung mit knapp 19 Milliarden Kubikmeter gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig gewesen, während die Erdölproduktion bei 3,6 Millionen Tonnen stabilisiert werden konnte. Der deutsche Erdgasverbrauch sei 2005 zu rund 20 Prozent aus heimischen Quellen gedeckt worden.
Auch vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über Versorgungssicherheit forderte Kalkoffen eine Neuausrichtung der Förderabgabenpolitik des Landes Niedersachsen. Mit einem Förderabgabensatz für Erdgas von 32 Prozent liege der Abgabensatz fast um die Hälfte höher als 2003. Das schwäche nicht nur den Standort Niedersachsen, sondern könne auch nicht im Interesse Deutschlands und Europas sein. Kalkoffen zeigte sich aber überzeugt, dass die Landesregierung Niedersachsen diese Zusammenhänge zukünftig stärker berücksichtigen werde.
Im Hinblick auf den noch Jahrzehnte bestehenden großen weltweiten Bedarf an Erdöl und Erdgas warb Kalkoffen für ein stärkeres Interesse junger Menschen an einer Beschäftigung in diesem Bereich. Die E&P-Industrie biete jungen Ingenieuren und Naturwissenschaftlern gute Berufsperspektiven. Kalkoffen: „Wir sind davon überzeugt, dass Öl und Gas noch lange Zeit sowohl in Deutschland als auch weltweit eine große Rolle spielen werden, und wir brauchen kluge Köpfe."