Erdöl- und Erdgasproduzenten kritisieren erneute Erhöhung der Förderabgabe
Verschlechterung der Standortbedingungen – Kontraproduktiv für Verbraucher und Klimaschutz
Hannover, den 11. Dezember 2007 – „Die erneute Anhebung der Förderabgaben ist eine schwere Belastung für die Erdöl- und Erdgasproduktion in Niedersachsen“, sagte Dr. Gernot Kalkoffen, Vorstandsvorsitzender des WEG Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung zur Entscheidung der Niedersächsischen Landesregierung, die Förderabgabesätze für Erdgas von 35 auf 36 Prozent und für Erdöl von 15 auf 17 Prozent ab dem 1. Januar 2008 anzuheben.
Die Produktion werde in diesem Jahr um fast 10 Prozent zurückgehen, dazu kommen niedrigere Erlöse durch den gestiegenen Euro und den Wettbewerb mit Importgas. „Das weitere Drehen an der Abgabeschraube ist rein fiskalpolitisch motiviert und letztlich müssten dies die Verbraucher und die Umwelt bezahlen“, sagte Kalkoffen weiter. Als Folge der Abgabenerhöhung steige aber die Importabhängigkeit weiter. Wegen der geringen Transportwege und der umweltverträglichen Produktion habe Erdgas aus Deutschland eindeutig Vorteile bei Versorgungssicherheit und Klimaschutz
Der WEG Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung vertritt die deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten sowie die für diesen Bereich tätigen Dienstleister und Zulieferer. Die WEG-Mitglieder fördern weltweit rund 15 Mio. t Erdöl und 25 Mrd. m3 Erdgas, davon aus heimischen Quellen rund 4 Mio. t. Erdöl und rund 20 Mrd. m3 Erdgas.